Sie indeſſen gelebt hat, und ich will Ihr ſa⸗ gen—,
„Nein, nein“, rief das Mädchen, indem ſie zurück⸗ trat und abwehrend die Hand gegen ihn ausſtreckte. „Solange Er in der Mummerei da ſteckt, will ich kein Wort von Ihm hören. Wenn Er ein ehrlicher Menſch iſt und es gut mit mir meint, wie Er mir ja oft geſagt und betheuert hat, dann kommt Er wohl wieder zu mir als das, was Er iſt, als Falkner, und ins Haus meines Vetters, der Vaterſtelle bei mir ver⸗ tritt. Aber jetzt, jetzt laſſ' Er mich nur gehen! Ich müuß heim, und Er wird auch Seinen Kurfürſten auf⸗ ſuchen müſſen. Ach, ich wollte nur“, ſetzte ſie, ſich ſelbſt unterbrechend, mit einem ſchweren Seufzer hinzu, „ich kennte den Kurfürſten und könnte einmal reden mit ihm!“ 3
„Nun, dazu kann ſich vielleicht Gelegenheit geben“,
erwiderte der Cavalier, welchen die Anmuth des Mäd⸗ chens ebenſo anzog, als die ſchuldloſe Reinheit ihres ganzen Weſens ihn wider Willen zurückhielt.„Und was wollte denn die Jungfer beim Kurfürſten?“ „Ich wollt' ihm etwas ſagen“, erwiderte ſie zö⸗ gernd, indem ſie die Augen niederſchlug und hohe Röthe ihre Wangen überflog.„Ich wollt' ihn bitten, er ſolle Ihm eine Förſterei geben, weiß Er, die För⸗
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