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dem Allbarmherzigen, von dem alles Gute kommt, danke — Ihn lobe und preiſe, wer immer dieſen Brunnen erblickt.“
Der Herzog begab ſich hierauf in die Kapelle, kniete eini⸗ ge Minuten an den Stufen des Altars, ſtand dann auf und ſprach:„Da eigentlich Roſa's kindliche Liebe zu ihrem gefan⸗ genen Vatker ſein Gefaͤngniß in eine Kapelle umgeſchaffen hat, ſo ſollte man mit goldenen Buchſtaben die Inſchrift uͤber den Altar ſetzen:„Dem Andenken der kindlichen Liebe.“
Roſa antwortete, abermal beſcheiden erroͤthend:„O nein, nein! das waͤre zu viel Ehre fuͤr einen Menſchen. Dem Al⸗ lerhoͤchſten allein, der große Dinge an uns gethan hat, Bleibe dieſer Altar und dieſe Kapelle gewidmet.“—
Der fromme Abt lobte Roſa's Beſcheibenheit, und ſprach dann weiter:„Ich ſchlage jedoch vor, anſtatt der Inſchrift, die das beſcheidene Fraͤulein mit Recht ablehnt, mit großen golde⸗ nen Buchſtaben die Worte anzubringen:„Ehre Vater und Mutter, ſo wird es dir wohl gehen und du wirſt lange leben auf Erden.“ Es geſchah— und die goͤttliche Verheißung, die in dieſen Worten enthalten iſt, wurde auch fernerhin an Roſa im reichlichſten Maaße erfuͤllt,


