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Rosa von Tannenburg : eine Geschichte des Alterthums für Aeltern und Kindern /erzählt von dem Verfasser der Genovesa
Entstehung
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Schaͤme dich deßhald der laͤndlichen Arbeit nicht. Die Schwielen an den Fingern der fleißigen Hand verdienen mehr Achtung, als die Edelſteine und Perlen an muͤßigen Haͤnden. O wie gut kommt es dir jetzt, daß deine ſelige Mutter dich an Arbeirſamkeit gewoͤhnte und dich dein Gluck nicht in eitelm Putze, koͤttlichen Speiſen und rauſchenden Luſtbarkeiten ſu⸗ chen lehrte.

Mit fleißiger Arbeit vereine frommes Gebet. Wir ſind Leib und Seele. Der Leib ſoll arbeiten; der Geiſt ſich zu Gott erheben. Anbeit gewinnt Brod fuͤr den Leib; Gebet naͤhrt die Seele. Wenn du alſo auch die Sichel in die Hand nehmen mußt, ſo habe Gott im Herzen. Stetes Andenken an Galt kam uch die derinsſen Aebellen beredeln⸗ und

Vor allem bewahre dene nnhn Fliehe Menſchen, die ſölche Reden führen, daß du daruͤber erroͤthen mußt. Ich kann nicht mehr auf dich Acht haben und nicht mehr dein guter Engel ſeyn. Sey es alſo ſelbſt! Denk, daß Gott dich uͤberall ſieht und daß Er auch in das Herz blickt. Thue alſo nie Boͤſes ja denke nicht einmal etwas Boͤſes. aum mich ſey unbeſorgt. Bete für mich und laß den lieben Goit ſorgen. Ich weiß gerviß Er verlaͤßt mich nicht. Dein frommes Gebet wird nicht unerhoͤrt bleiben. So hart mein Schickſal ſeyn mag, Gott kann es mir leicht machen Eiſerne Thuͤren und Riegel halten ihn nicht ab. Gott iſt uͤberall, nur im Herzen des Boͤſewichts nicht. Er wird auch

in dem Kerker mit mir ſeyn. Vertrau auf Ihn, wie ich auf

Ihn vertraue auf Ihn, den einzigen Freund, der uns nie verlaͤßt.

Soit wird, wie ich es getroſt hoffe, mich einſt wieder aus der Gefangenſchaft befreien. Sollte es aber das letzte Man ſehn, daß du, liebſte Tochter, das Angeſicht deines Naters ſieheſt, und ſollte ich lebenslang im Kerker ſchmach⸗ ſo laß mir nur den Troſt, daß ich in meinem e denken könne: n nüui verdißt bi Ermahnungen

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