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de finde ich es anders. Auf manchem Platze iſt offenbar ohne Vergleich mehr Holz geſtanden, als in den Rech⸗ nungen ſteht. Er hat mich betrogen.“ Der Oberfoͤrſter hatte, wie ſichs in der Folge zeigte, an eine benachbarte Eiſenſchmelze nach und nach einige tauſend Klafter Holz mehr abgegeben, als er in Rechnung brachte. Er hatte, um ſeinen großen beynahe fuͤrſtlichen Aufwand zu beſtrei⸗ ten, nicht nur ſein eigenes Vermoͤgen verſchwendet und ſich in Schulden geſteckt, ſondern ſich uͤberdieß noch Un⸗ trene gegen ſeinen Fuͤrſten erlaubt. Der Furſt ſetzte ihn ab, und verurtheilte ihn, den Schaden zu verguͤten. Der arme Herr von Schilf lebte von nun ſan auf ſeinem klei⸗ nen Landgute in ſehr duͤrftigen Umſtaͤnden.
Den Waldbezirk des alten Foͤrſters fand der Fuͤrſt im trefflichſten Zuſtande. Er kam in eigener Perſon zu ihm in das Haus, bezeugte dem alten Manne ſeine Zufrie⸗ denheit, ließ ſich deſſen ganze Familie vorſtellen und re⸗ dete mit allen ſehr freundlich. Bevor er ſeinen Schim⸗ mel beſtieg, den ein Reitknecht vor dem Foͤrſterhauſe am Zaume hielt, ſagte er zu dem Foͤrſterſohne:„Er iſt hie⸗ mit Foͤrſter; mache er ſeine Sache ferner gut!“„Sie, ſprach der Fuͤrſt zu dem alten Foͤrſter, ſind nun wohl etwas alt, aber noch lauge nicht der abgelebte Greis, fuͤr den Herr von Schilf Sie ausgab. Sie ſind trotz ihres Alters noch ſehr wohl bey Kraͤften; ich kann Sie meiner Dieuſte noch nicht entlaſſen. Sie werden mich verſte⸗ hen, wenn ich Ihnen ſage: Leben Sie wohl, Herr Oberfoͤrſter.“
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