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„Meinem lieben Vater Friedrich Gruͤnewald zur Erinnerung an den Weihnachtsabend 1740, uͤberreicht am Weihnachtsfe⸗ ſte 1758 von deſſen dankbarem Sohne Anton Kroner. Der alte Foͤrſter umarmte Anton mit Thraͤnen in den Augen. Allein Anton uͤbergab ihm uͤber dieß noch eine Nolle Gold. „Sie, liebſter Vater, ſagte er, haben große Summen auf mich verwendet. Es ware nicht recht, wenn Ihre äbrigen Kinder und ihre Enkel dadurch ſollten verkuͤrzt werden.“ Der edle Greis erſtaunte und wollte das Geſchenk nicht nehmen. Allein Anton ſagte:„Es iſt nichts weniger als ein Geſchenk von mir. Der gnaͤdigſte Fuͤrſt hat mich ſo reichlich beſchenkt, und ſein Geſchenk freute mich zweyfach, weil ich dadurch in den Stand geſetzt wurde, Ihnen an einer alten Schuld, die ich nie werde ganz bezahlen koͤnnen, wenigſtens Einiges ab⸗ zutragen.“ Aue Umſtehenden waren hoͤchſt erſtaunt. Die alte Foͤrſterin aber ſagte:„Ach Anton, wie huͤtten wir an je⸗ nem Weihnachtsabende, an dem du das erſte Mal in un⸗ ſer Haus kameſt, denken koͤnnen, daß du uns dereinſt ei⸗ nen ſo froͤhlichen Weihnachtsabend bereiten, uns durch die Verwendung bei ſeiner fuͤrſclichen Durchlaucht aus ſo gro⸗ ßer Noth retten, und uns alles, was wir an dir ihaten, ſo reichtich vergelten wuͤrdeſt!“„Das hat Gott gethan, ſprach Anton. Er fuͤhrte mich in ihr Haus, um Sie und mich reichlich zu ſegnen. Sein Name ſey geprieſen.“
„Doch, ſorach jetzt Anton, erlauben Sie nun, daß ich ſogleich abreif“„Was, wie, warum? rieſen ſie erſtaunt. Allein Anton ſagte:„Ich fahre jetzt zu Herr Riedinger. Ich hoffe dort noch dem Gottesdienſte beywohnen zu koͤnnen, mei⸗ nen vortrefflichen Lehrmeiſter durch meinen Beſuch eine uner⸗ wartete Freude zu machen, und ihn auf den Abend hieher zu bringen. Denn wollen wir die uͤbrigen Weihnachtsfeiertage, ja alle Tage des noch uͤbrigen Jahres recht froͤhlich beſchlie⸗ ßen.“ Aule begleiteten Anton an die Kutſche. Am Abende


