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Erſtes Kapitel.
Das Weihnachslied.
Ar dem heiligen Abende vor dem Weihnachtsfeſte wan⸗ derte der arme Anton, ein holder Knabe von acht Jahren,
noch durch die ſchneebedeckte Gegend hin. Der arme Klei⸗
ne hatte ſeine blonden Locken, die von der Kaͤlte angeduf⸗ tet waren, noch mit dem leichten ſchwarzen Strohhute vom letzten Sommer her bedeckt, und ſeine beiden Wangen gluͤhten hochroth von Froſt. Er war nach Soldatenart ge⸗ kleidet und hatte eine niedliche ſcharlachrothe Huſarenjacke an. In der Rechten fuͤhrte er einen dicken Stecken von Schlehdorn, und auf dem Ruͤcken trug er ein kleines Rei⸗ ſebuͤndelein, in dem ſich all ſein Hab' und Gut befand. Er war aber froͤhlich und guter Dinge, und hatte an der ſchoͤnen weißen Winterlandſchaft umher und an den bereif⸗ ten Hecken und Geſtraͤuchen am Wege ſeine herzlichſte Freude. Indeß gieng die Sonne glutroth unter. Die angedufteten Halme und Zweige umher ſtimmerten wie mit roͤthlichen Fuͤnklein beſtreut und die Gipfel des nahen Tannenwaldes ſtrahlten im Abendgolde.
Anton dachte, das naͤchſte Dorf, das jenſeits des
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