Teil eines Werkes 
1. Band (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

220

zu Liebe nicht mehr zu heirathen, aber er muß es jetzt ſelbſt geſtehen, daß es meine Pflicht iſt, dieſes Wort zu brechen. Traͤgt er doch die Schuld mit, und brianis ſoll auch er nicht zu kurz kommen.

Einem ſo edlen Antesge konnte Demoiſelle Beaumesnil nicht widerſtehen, und als er, ein gluͤcklicher Braͤutigam, nach Hauſe kam, konnte er ſeinen Neffen, deſſen Zuſtand er ſich nach Bievre's Beſchreibung doch ſchlimmer gedacht, als er wirklich war, mit der Anzeige von ſeiner getroffenen Wahl uͤberraſchen. 1 Schaͤme Dich nur, ſagte er, als der Chevalier die Farbe wechſelte, ſchaͤme Dich nur, ein junger Menſch, wie Du, laͤßt ſich von einem alten ſechszigjaͤhrigen Kerl ausſtechen! Nun, nun, ſey nur nicht boͤs, es wird ſich auch ſchon fuͤr Dich etwas finden. Morgen gehſt Du mit mir, und holſt Dir auch Deine Verzeihung bei meiner Schoͤnen.

Die Liebe des Chevaliers hatte ſich allerdings in ſeiner Einſamkeit bedeutend abgekuͤhlt, und