Teil eines Werkes 
1. Band (1835)
Entstehung
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22 die weibliche Welt keinen Anſtand nimmt, öͤf⸗ fentlich die luſtigſten Haͤuſer zu beſuchen, wo die Gourdan, Varenne und Montigny in hoͤherer Achtung ſtehen, als die Fillon bei dem Regen⸗ ten, wo Frauen und Maͤdchen ſich nur bei der Oper einſchreiben duͤrfen, um der Gewalt von Maͤnnern und Vaͤtern entruͤckt zu ſeyn, in einer ſolchen Epoche kann in den hoͤhern Regio⸗ nen der Genuß nur bequem und ohne bittern Nachgeſchmack ſeyn. Es gelang mir, mich zu verlieben. Ich ſage Euch nicht in wen, obgleich es Mode iſt, die Namen zu nennen, und die Frauen ſelbſt noch indiskreter geworden ſind, als die Maͤnner. Es genuͤge Euch, daß meine Dame ſchoͤn, reizend, aber kokett war, wie zehn Teufel. Ich, der ich noch durch und durch ein Neuling war und meiner Goͤttin einen Tem⸗ pel baute, in dem ich ſie gern frei von jedem fremden Hauche gehalten haͤtte, da ich, wie die Griechen, glaubten, es ſey nicht zu viel, ſich, um einem Maͤdchen ſeine Liebe zu bewei⸗ ſen, die eigene Bruſt aufzureißen; ich machte

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