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Eines Nachts hoͤrten wir etwas an der Thuͤr raſcheln, erſchrocken ſpring ich auf, und nehme mir nur gerade noch Zeit genug, mich in die Bettdecke einzuwickeln, als auch ſchon die Klinke aufgedruͤckt wird, und der alte Kuͤſter in ſeinem gebluͤmten Schlafrock, eine weiße Müͤtze auf dem kahlen Haupte und eine Lampe in der Hand uͤber die Schwelle tritt.— Ich richte mich hoch auf— ich bin ohnedies nicht ſehr kurz, wie ihr ſehet— ſtrecke langſam und feier⸗ lich den Arm aus, glotze den alten Mann ſtarr an, hebe, immer in die Decke gehuͤllt, den Fuß auf, und ſchreite ſo langſam auf den Kuͤſter
zu, der entſetzt die Lampe fallen laͤßt, laut ein
Geſpenſt, ein Geſpenſt! ſchreit und mit einem Stoßgebet davon laͤuft. Die Nacht war gewon⸗ nen, aber des andern Tages erzaͤhlte der Kuͤſter die Geſchichte dem Tiſchler, um ihn zu beruhi⸗
gen, da er auf einen Geiſt nicht eiferſuͤchtig zu
ſeyn brauche. Nun iſt aber wohl ein Kuͤſter von Amtswegen gezwungen, an den Teufel und ſeine Großmutter zu glauben, denn er muß


