Teil eines Werkes 
1. Band (1835)
Entstehung
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Der Koͤnig ſtirbt, es lebe der Koͤnig! Eine Null folgt bei uns der andern. Findet ſich kein Nenner,

der ſich keck vor ſie hinſtellt und ihnen einen Halt gibt, ſo bleiben ſie ewig ohne Bedeutung.

und haſt Du vergeſſen, fuͤgte der Mar⸗ quis hinzu, daß derſelbe Ludwig, den die Ka⸗ naille jetzt ſtuͤrzen moͤchte, fruͤher ihr Meſſias war und der Vielgeliebte hieß? Ich wette, der Beiname fuͤr ſeinen Nachfolger iſt ſchon fertig und der Klang wird nicht minder ſchoͤn ſeyn. Ob aber das Gepraͤge halten, ob die Muͤnze nicht zuletzt doch falſch ſeyn wird, das muß die Zukunft lehren.

Ihr raubt mir doch meine Hoffnungen nicht, antwortete der Chevalier. Und auf zweier⸗ lei ſtuͤtze ich mich. Erſtens auf alles, was man bisher von dem Dauphin erfahren und geſe⸗ hen, auf ſein ſtilles, inniges Leben mit ſeiner Gemahlin, der liebenswuͤrdigſten aller Frauen, auf ſeinen geſunden Verſtand, ſeinen rechtlichen Sinn und dann endlich darauf, daß eine ſchlim⸗