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Mit tiefem Schmerze erfüllte ihn das trau⸗ rige Schickſal, das ſeinen Freund„ den Praͤſi⸗
denten, und das vielleicht noch truͤbere, das
deſſen Gattin getroffen hatte. Ihre Tochter
wurde ſelbſt von Frau von Blenaye mit Liebe aufgenommen und fand in ihr eine lebhafte
Vertheidigerin gegen die Beſtuͤrmungen des
Chevaliers, der auf eine unverzuͤgliche Verbin⸗
dung drang, und die Zeitumſtaͤnde als die bun⸗ digſte Entſchuldigung fuͤr eine Umgehung der
gewoͤhnlichen Trauerzeit vorſchuͤtzte. Wohl mochte dieſe Einſprache Carolinens dazu beigetragen haben, daß endlich auch der alte Herr von Blenaye, der die Aufſicht, welche ihm der
Praͤſident im Sterben uͤber ſeine Tochter ver⸗ macht hatte, als eine heilige Pflicht treulich zu
verſehen gelobte, ſich gegen ſeinen Neffen er⸗ klaͤrte und den Aufſchub fuͤr unerlaͤßlich erkann⸗ te. Nicht bloß die Schicklichkeit, ſagte er, muß beobachtet werden, auch die Zukunft muß erſt geſichert ſeyn, ehe ich mein Pflegekind aus mei⸗ nen Haͤnden laſſe. Der Chevalier ſah ſich ge⸗


