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ſeufzte ſie, iſt mir getruͤbt worden, und ich habe ſelbſt die Mutter von mir geſtoßen.
— Und werde ich Dir nicht beide erſetzen? fragte der Chevalier zaͤrtlich.—
Clemence ſuchte ſich noch einige Mal⸗ der
Nonne zu naͤhern, wurde aber jedesmal zurüͦck gewieſen. — Sie muͤſſen mir ſchon erlauben, ſagte Adele ſanft, daß ich mich in Ihre Rechte draͤnge und die Pflichten eines Kindes gegen Whn Mutter uͤbernehme.
Clemence druͤckte ihr, die ihr durch dieſe Worte ſchnell eine Freundin geworden war, ſeſt die Hand. 3 Der Chevalier erinnerte, daß er dem Praͤſi⸗ denten gelobt, Clemence der Vormundſchaft ſeines Oheims anzuvertrauen. Adele und Cle⸗ mence, zwiſchen denen ſchon die Nonne ein Ring war, der beide aneinander feſſelte, hatten mit der bei jungen Frauen ſo ſchnellen Hinge⸗ bung geſchworen, daß ſie nie ſich von einander trennen wollten. Beide hatte das Ungluͤck ſchon


