Teil eines Werkes 
2. Band (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

246

ſtigen laſſen. Den ganzen Morgen dauerte das Verhoͤr. In dem großen Saale zur ebenen Erde ſaßen die Richter, Jourdan in der Mitte, ſein Beil vor ſich. Auf dem Tiſche lagen Papiere zwiſchen Flaſchen, Glaͤſern und Pfeifen. An dem Thore hielten ein halb Dutzend Kerls Wache, waͤhrend ein Paar Andere immer einen Gefangenen nach dem andern bei dem Kragen hereinſchleppten, und wenn das Urtheil gefaͤllt war, ihn draußen an andere ablieferten. Die Fragen betrafen groͤßentheils nur die Namen der Verhafteten, die Richter blickten darauf in die Papiere, in welchen ſich Notizen uͤber die Geſinnungen derſelben vorfanden, und beſtimm⸗ ten ohne Weiteres den Spruch.— Wenn Jourdan auf das Eiſen ſeines Beiles tippte, ſo bedeutete dies, daß der Verhaftete in das Stadtgefaͤngniß gebracht werden ſolle, griff er nach dem Stiele, ſo bedeutete dies Freiheit. Doch kam das Letztere nur ſelten vor, unter neun⸗ zig Faͤllen nur drei Mal. Kinder fanden nicht mehr Mitleid, als Erwachſene. Unter Lachen und