Teil eines Werkes 
2. Band (1837)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

357 ſollten das Gute thun, weil es belohnt, und das Böſe laſſen, weil es beſtraft würde, lehrte der Mann.

Gregor überhörte es nicht, aber das übrige We⸗ ben, das leiſe und ſanfte, ſtreichelte ihn noch wohl⸗ thuend.

Dann kamen Landleute zu der Predigt, und hörten ſie mit der Gemeinde an. Sie hatten auch einen Anſtrich von Beſcheidenheit und traten leiſe guf; der proteſtantiſche Zorn und Eifer fehlte über⸗ all, wohl aber auch die proteſtantiſche Energie. Aber was nützt die Energie, ſprach Gregor, da ſich die Welt nicht zuſammen faſſen läßt; Ruhe iſt mir willkommen.

Gregor wollte eintreten in die Gemeinde, um dieſer Ruhe theilhaftig zu ſein, und ein bürgerlich Unterkommen zu finden; er hatte nichts mehr, ſein täglich Brot zu zahlen. Man nahm ihn mit ſanfter Miene auf, empfahl ihm Freundlichkeit, und ließ ihn unter Aufſicht einen einzelnen Lehrzweig in der

Anſtalt vortragen, nachdem er über die dogmatiſche