Teil eines Werkes 
1. Band (1837)
Entstehung
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lich ein wahrer Spiegel ihrer Zeit, weil ſie deshalb ein wirklich lebendiges Geſicht iſt.

Jede Nachbildung, auch die des ſogenannten Klaſſiſchen iſt eine ſchöpferiſche Armuth— wir müſſen ſo lange betteln, bis wieder ein überwäͤltigendes Dogma durch all' unſere Lebenskreiſe gebrochen iſt. Was hilft es Euch jetzt Kirchen und Schlöſſer zu bauen! ſeid noch ſo rein gothiſch oder byzantiniſch, oder ſo geſchickt durcheinander griechiſch, römiſch und italieniſch, ein wirklich herrſchend Gebäude bringt Ihr nicht zu Stande, denn die heutige Weltſeele

iſt noch zerſplittert; erſt wenn alle die Einzelnheiten

wieder zu einem Glauben verdichtet ſind, erſt dann werdet Ihr ein Haus finden. Denn auch das Haus muß mitten aus der Seele einer Zeit wachſen, wenn es ächt und gewaltig ſein ſoll. Jetzt baut Ihr nichts als Studien, und in dieſem Betrachte mögt Ihr Klenze loben, daß ſein Talent eine gebieteriſche Dar⸗ ſtellung im Ganzen zu bilden verſteht, und mögt Schinkel preiſen, daß er im Einzelnen fein und ſchön zu ordnen weiß; Originale habt Ihr nicht. Bil⸗

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