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einige Zwiebeln hatte. Als das kümmerliche Mahl beendigt war, ſahen ſie noch lange ſchweigend in die traurige Welt hinein; in kleiner Entfernung lagen mehrere todte Pferde zerſtreut umher— das Rozyckiſche Corps hatte ſich hier noch lange gewehrt; ein Menſch war nirgends zu ſehen. Das Studium der Weltgeſchichte— hub Vale⸗ rius an— iſt unſer trauriger Troſt; jede neue Epoche findet eine neue Stellung zu ihr, eine neue Erklärung derſelben, und doch halten wir uns im⸗ mer an dieſen einzigen Troſt, weil wir uns immer erſt beſchwichtigt glauben, wenn die Dinge auf ein Geſetz geführt ſind. Menſchen! auch unſer Stolz iſt ein mitleidig gewährter Sonnenblick, damit wir unſre Schwäche vergeſſen. Vor Kurzem war es unſere natürlichſte geſchichtliche Forderung, daß Po⸗ len beſtehen müſſe, das Schickſal entſcheidet anders, wir erfinden ein anderes geordnetes Raiſonnement, damit wir unter einem neuen welthiſtoriſchen Geſetze
doch den Anſchein bewahren, als beherrſchte unſer
Geiſt die Welt. Menſchen! Und wir ſind Einer wie der Andere! 4
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