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22.
Es war dem Valerius, als ginge ſeine Jugend zu Ende mit der Abreiſe von Warſchau. Alle ſeine
früheren Wünſche, Hoffnungen und Gedanken glaubte
er in Jerthümer verwandelt zu ſehen, da er ein
freiheitsluſtiges Volk aufgeben müſſe.
Tief und ſchwer ſeufzte er auf:„Und auch die Liebe geht zu Ende, auch ſie iſt nicht mehr zu ge⸗ winnen. O, Jugend, Du Inbegriff alles Reizes warum ſcheideſt Du ſo früh von mir! Was iſt das Leben ohne Hoffnung, und wo giebt's eine Hoff⸗ nung ohne Jugend? Nur die Jugend hat Farbe und Begeiſterung, was werd' ich anfangen mit den grauen Tagen ohne Roth und Grün, die keine Kraft mehr in mir wecken. Die Jugend allein iſt Poeſie — wie ſoll ich mich fortſchleppen ohne Dich, Du erhebende Schwärmerei!“
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