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mutter den ganzen Tag zu ſitzen wird ihr jetzt ſchwer, da ſie die letzten Tage reger Geſelligkeit verwöhnt haben. Neben Conſtantie konnte ſie den größten Theil des Tages bei uns ſein, und jetzt hat die launiſche Frau plötzlich keine Zeit für ſie. Kommen Sie, Freund, tröſten Sie uns.
Valerius entſchuldigte ſich auf das herzlichſte. Er habe traurige Briefe bekommen, er tauge jetzt nichts für Geſellſchaft. Aber der Freund kam alle Tage wieder, die Einſamkeit wurde auch dem teut⸗ ſchen Träumer läſtig und langweilig, und da die Fürſtin noch immer nicht aus ihrem Zimmer ging, er alſo ihre Begegnung nicht zu fürchten hatte, ſo gab er eines Abends dem Drängen des Freun⸗ des nach.
Die ſchönen Säle und Zimmer kamen ihm öde vor, da die beiden Frauen fehlten, und wenn er im Geſpräch bis an die Thüren Conſtantiens kam, ſo hielt er ſeinen Begleiter oft unwillkührlich einen Augenblick feſt, und lauſchte mitten im eifrigen gedankenloſen Sprechen, ob er kein Lebenszei⸗ chen aus den Gemächern vernehme. Das Bild der ſchönen Frau, die in Trauer verſunken


