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Lenardo und Blandine, oder Amandus und Amanda : Der Mündel : Die Blumen : Drey kleine Romane / von August Lafontaine
Entstehung
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17 Die beyden Kinder waren alſo auf ſich ſelbſt beſchränkt, und auf die Spiele, die ſie erfinden konnten. Die Koͤhler im Walde mußte Blande mei⸗ den, ihrer Kleidung wegen, die nach dem ausdrück⸗ lichen Willen ihrer Mutter beſtaͤndig von heller Farbe waren, und ſo kam der Klausner mit ſei⸗ nem See, ſeiner Gondel, ſeinem Paradieſe ſo nannte er ſeine Inſel im See den Kindern eben recht. Beyde Aeltern aber erſtaunten nicht wenig, da die Kinder von der Inſel, und der Gondel, und dem guten Vater und ſeinen Maͤhrchen zu plaudern anſingen, die ihnen faſt noch ſchöner vorkamen als ſein Paradies. Der Caſtellan hatte ihn ohne wei⸗ ters für einen Menſchen erklaͤrt, der einen Mord oder ſo etwas auf dem Gewiſſen haben mußte; der Pfarrer hielt Standeswegen mit ſeinem Urtheit zu⸗ rück; aber er nickte doch mit dem Kopfe dazu.

Es half nicht viel, daß einige arme Köhler den Mann und ſeine Wohlthaätigkeit ſchon längſt gelobt hatten; aber die Erzählung der Kinder gab der Sache ein ganz anderes Anſehen. Der Prediger und der Ca⸗ ſtellan hielten es der Mühe werth, den Mann und ſeine Wirthſchaft in der Naͤhe anzuſehen, aber ſie kamen kopfſchüttelnd wieder. Herr Schnell hatte, mit einer Art von Verachtung ſogar, den Caſtellan vom Hofe reden hören. Der Paſtor wollte gar in ſeinem Geſprach etwas von einem Atheiſten bemerkt haben. Die Kinder erhielten den Befehl nicht zu