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Seht ihr dort auf der Hohe das italieniſche ſtolze Landhaus, und da unten im Thal, unter dem wil⸗ den Roſenbuſch, die beyden lieblichen Kinder, Amor und Pſyche, die eng zuſammen gedrückt, die run⸗ den Arme in einander geſchlungen, unter des Mäd⸗ chens Schürze ſich gegen den Gewitterregen ſchü⸗
tzend, die frohen Blicke auf einander heftend, da ſitzen? Zwey Suünden brachten das Schloß auf der Höhe hervor und die beyden Kinder in dem That
zuſammen.
Fräulein Malchen, Hofdame der verwittweten
Fürſtinn, war von ihren Verwandten an einen
nichtswürdigen Menſchen verhandelt. Die Fürſtinn
unterſtützte die Verbindung. Malchen hatte keine
andere Hülfe, als einen Oheim, der aber in der* ganzen Familie unter den Nahmen Tollkopf bekannt
war. Sie ſchrieb ihm, und wies ihn, wenn er ihr helfen wollte, an ihr Garderobe⸗ Maͤdchen; denn die Fürſtinn durfte ums Himmels willen nicht wiſ⸗ ſen, daß ſie nicht wollte.
Vetter Tollkopf kam richtig an, wendete ſich 3 an das Mädhen des Fräͤuleins, wurde von dem


