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geringer iſt die Gefahr! Vorwärts für Euer Leben und die Commune!“
Die feurige Anſprache wirkte. Mit dem Arm, an dem das Blut fortwährend herniederlief, theilte Loui⸗ ſon den vorhandenen Branntwein unter die Leute
aus.
„Auf Ihr Wohl, Frau Baronin!“ ſagte galant ein junger bleicher Mann in Civil, der ſeiner Kleidung nach den höhern Ständen angehörte.
„Baronin von der Barrikade!“ ſagte Louiſon mit düſterem Lächeln.„Kommt, meine Freunde! Ich werde mit Euch gehen!“
Längſt waren die Schickſale Louiſon's in hundert Lesarten im Munde des Volkes.
Jubelnd wurde ſie von den entflammten Patrioten umgeben und mit lauter Begeiſterung brach die Schaar, Jules Bandeau mit der Fahne an der Spitze, hinter der Barrikade vor und ſtürmte dem raſſelnden Todes⸗ werkzeuge des Feindes entgegen.
Auch Louiſon taumelte, durch den Blutverluſt er⸗ ſchöpft, in einem traumhaften Zuſtande vorwärts. Wie durch einen Schleier ſah ſie rings um ſich die vom Branntwein und ihrem eigenen Geſchrei trunkenen Ge⸗ ſtalten durch den Pulverdampf vorwärts eilen, nur noch in ſchattenhaften Umriſſen erblickte ſie die Geſtalt


