Teil eines Werkes 
2. AbtheilungDer rothe Fasching : Roman aus Frankreichs jüngster Vergangenheit : 2. Band (1872)
Entstehung
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Die Nationalgarde! Die ganze Nationalgarde! ſchrieen die Soldaten.

René Mondélion zog den Säbel, um die Flüch⸗ tigen auf ihren Poſten zurückzujagen. Der Galopp mehrerer Pferde ertönte auf dem holperigen Pflaſter und an der Straßenmündung erſchienen ungeſchützt und wie zu einer Parade vorſprengend Jean Jaccard und Jules Bandeau. Und hinter ihnen drang es herauf, Bajonett an Bajonett, Volk, Weiber und Nationalgarde bunt durcheinander. Poère Roberto ſchwang hoch über ſeinem Kopf eine rothe Fahne, auf der mit ſchwarzen Buchſtaben das Wort geſchrieben ſtand, deſſen furcht⸗ baren Inhalt die Pariſer in wenigen Tagen kennen lernen ſollten: Die Commune.

Ein ſeltſames Lächeln glitt über die marmorkalten Züge Jean Jaccard's, als er ſeinen Schwager mit feſter Stimme ſeine Befehle geben hörte; die Soldaten des achtundachtzigſten Regiments formirten zögernd ihre Gefechtsſtellung. Immer näher drang der Haufe,

immer betäubender wurde das Schreien, Fritz Navet,

der Flügelmann, ſchrie am lauteſten von allen. Pore Androlet war ſo heiſer, daß er nur noch ein kurzes heiſeres Bellen hören ließ.

Da wandte ſich Jean Jaccard um und hielt an die Menge eine kurze Anſprache. Die Menge gehorchte