Teil eines Werkes 
2. AbtheilungDer rothe Fasching : Roman aus Frankreichs jüngster Vergangenheit : 2. Band (1872)
Entstehung
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René Mondélion ſah und hörte ſie nicht. Er ſchaute wie geiſtesabweſend auf Pore Androlet, der ſich ſchäumend am Boden wälzte und die greulichſten Ver⸗ wünſchungen gegen den Räuber Louiſon's ausſtieß. Sie gehört uns, Du Dieb, Du Heuchler! Sie hat es mir ſelber geſagt, daß ich unter die Demokraten gehen ſolle. Sie gehört zum Volk, ſie haßt die Ariſto⸗ kraten, Dich, alle. Du hältſt ſie mit Gewalt zurück, ſonſt wäre ſie ſchon längſt bei uns, aber wir werden

ſie holen und Dir das Ariſtokratenneſt über dem Kopf

anzünden und Dir ſelber den Kopf abſchlagen. Du Dieb!

René Mondelion lauſchte mit vorgeſtrecktem Halſe den ſeltſamen Drohungen, über ſein Geſicht zuckte es, als ziehe ſich ſein Herz in den heftigſten Krämpfen

zuſammen, und mit grauſamer ſelbſtmörderiſcher Wolluſt

ſchien er jedes Wort einzuſchlürfen, das von den ſchäu⸗ menden Lippen des wüthenden Krämers ihm entgegen⸗ ziſchte.

Sie hat es mir ſelber geſagt, daß ich unter die Demokraten gehen ſolle. Sie gehört zum Volk. Du hältſt ſie mit Gewalt

Da ſchrak Mondélion auf. In Unordnung kam die Abtheilung, welche er am Chateau Rouge zurück⸗ gelaſſen, heraufgeſtürzt, zum Theil ohne Waffen.