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„Ihr iſraelitiſchen Brüder, die ihr mit unſerer Nation verſchmolzen ſeid, ihr edlen, werthen Frauen, ihr endlich, Prieſter, männliche Vertheidiger unſres heiligen Glaubens, helfet uns— und Du“— damit wandte ſich der Red⸗ ner an einen der tief in die ſchwarzen Mäntel gehüllten Männer, dem ein Säbel an der linken Seite klirrte, während von der pelzverbrämten Polen⸗ mütze eine hohe Reiherfeder nickte—„Du, unſer Oberhaupt, führe und leite uns auf dem Schlachtfelde, wie ehemals Kosziusko, dieſer unſterbliche Held Polens unſre Väter führte; führe uns zum Siege, führe uns, daß wir unſere unterdrückte Mutter, Polen, unſer Vaterland, befreien von den Feſſeln der Moskowiter!
„Polniſche Brüder, vorwärts im Namen Gottes! Zu den Waffen gegen
die Feinde der Wahrheit und Freiheit!“—
Kaum hatte Stanislas Tarnow dieſe Worte geſprochen, da ſchaarten ſich alle Anweſenden unter enthufiaſtiſchen Rufen um ihn. Man war electriſirt. Die Aexte, die Senſen wurden geſchwungen.
„Wir werden ſiegen!“ rief man.
„Wir werden ſterben bis auf den letzten Mann!“ ſagten andere Stimmen.
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