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Die Ruſſen kamen in der That am zwölften Tage wieder und bombardirten und plünderten das Kloſter, das die Mönche jedoch vorher verlaſſen hatten.—
Wenden wir uns wieder zu Mouravieff. Nachdem er die Schlächtereien der Nacht fortgeſetzt hatte, ließ er Van Elldorff mit den militairiſchen Ehren⸗ bezeugungen im Hofe der Citadelle begraben.
„Es war ein Verirrter,“ ſagte er ſeinen Offizieren,„ſein Vater iſt einer der eifrigſten Diener des Kaiſers.“
Dann erinnerte er ſich an die Verlobte Chriſtian's, an Beatrix, die er auf ſo ſchmähliche Art hatte knuten laſſen und fragte nach ihr.
Man ſuchte ſie überall, ſie war verſchwunden.
Am Abend fand man ſie endlich, blutig, halbtodt, eingeſchlafen auf dem entſeelten Körper Chriſtian's.
Man theilte dies Mouravieff mit.
„Sie ſoll ihren Willen haben, man tödte ſie auf dem Körper ihres Ge⸗ liebten.“
Bei dem Geräuſch, welches die Schritte der Soldaten verurſachten, er⸗ wachte Beatrix, ſie ahnte, daß ihr Schickſal entſchieden ſei. Sie ſchloß die Augen, ſprach ein kurzes Gebet und indem ſie den Körper des Märtyrers umklammerte, rief ſie:.
„Schießt zu! Gott ruft und Chriſtian erwartet mich!“
Die Kugeln pfiffen.
Die beiden Leichname hielten ſich umarmt. Verlobt im Leben, wurden ſie im Tode vereint.
14. Mädchenwillen.
Während in der Citadelle von Wilna dieſe Ereigniſſe ſpielten, befand ſich Conrad von Waſa, begleitet vom General Berg und umgeben von ruſ⸗ ſiſchen Soldaten, auf dem Wege nach Warſchau.
Der junge Fürſt hatte keine Ahnung von dem Complot, das gegen ihn geſchmiedet wurde.
Er glaubte dem Tode entgegen zu gehen und der Abſchied vom Leben wurde ihm nicht ſchwer, weit entfernt war er aber von jeder Vermuthung hinſichtlich der auf ihn geſetzten großen Hoffnungen.
Der Weg war lang, kalt und finſter.
Mit gebundenen Händen und wunden Füßen konnte der Fürſt von Waſa nur mit Mühe marſchiren.
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