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„Sie ſelbſt; augenblicklich leiſtet ſie Adjutantendienſte beim Oberſt Czachowski.“
„Dieſe Leute ſind alle zuſammen raſend.“
„Sie hat kein Liebesverhältniß etwa, das ſie in den Kampf führt, und die Beſchwerden des Krieges haben ſie ſo verändert, daß man ſie von den anderen Adjutanten nur an ihren ſchönen weißen Händchen unterſcheiden kann. Sie iſt im Dienſte ſehr ſtreng; immer, im Feuer oder auf dem Marſch, ſteht ſie des Morgens ſpäteſtens um vier Uhr auf und ſchreibt Rapporte.“
„Und dieſes junge Mädchen?“
„Hat mich erkannt und an der Spitze ihres Corps verfolgt.“
„Und Sie ſind entkommen?“
„Dank der Schnelligkeit meines Pferdes und einem Bauer, der mir ein Afyl und dieſe Kleidung gab.“
„Dieſe Nation iſt verrückt!“
„Wir werden niemals Stricke genug haben, ſie zu binden.“
„Dann werden wir genug haben, ſie aufzuhängen.“
General Berg unterdrückte ein Lächeln.
„Nein,“ verſetzte Mouravieff,„ich ſage Ihnen, wir werden ſie zur Vernunft bringen, ſollten wir ſie auch bis auf den letzten Mann auf⸗ hängen.“
General von Berg lächelte.
Mouravieff faßte ihn am Arm und führte ihn nach der Kehrſeite.
Berg ſchanderte.
„Sie ſind ein treuer Diener,“ ſagte er, ſich verbeugend,„ſo weit habe ich es noch nicht gebracht.“
„Es geſchieht, weil die Inſurrection wächſt, und wir müſſen unſere Energie verdoppeln.“
„Sie haben Recht” „Uebrigens beſitze ich geheime Inſtructionen.“ ⸗ „Herr,“ verſetzte General von Berg,„ich habe Ihnen noch nicht geſagt, was ich von Ihnen will.“ „Sprechen Sie.“ „Die Herausgabe eines Gefangenen.“ Mouravieff runzelte die Stirn. „Meine Gefangenen gehören mir,“ ſagte er,„ich bin über ſie nur Gott und dem Kaiſer Rechenſchaft ſchuldig.“ „O,“ ſagte Berg lächelnd,„ich fordere ihn nicht von Ihnen, um ihn in Freiheit zu ſetzen?“ „Warum denn?“ „Vielleicht, um ihn zu tödten.“
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