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Zuaven. Er ſpielt eine ſo große Rolle in der polniſchen Zeitgeſchichte, daß wir uns nicht enthalten dürfen, hier einige Worte über ihn zu ſagen.
Geboren in Vienne am 1. Januar 1830, trat er im Jahre 1844 in eine Buchdruckerei ein und verſchwand kurze Zeit darauf. Beherrſcht von ſeiner Liebe zu Abenteuern, bot Polen dem jungen Enthuſiaſten eine ſeiner würdige Sache; er warf ſich in die Bewegung und zeichnete ſich ſo aus, daß er erſt zum Offizier, dann zum Oberoffizier und endlich zum General⸗ Major ernannt wurde.
Sein Vater, ſiebenundſechszig Jahre alt, iſt blind. Er läßt ſich aus den Journalen die Ereigniſſe der polniſchen Inſurrection vorleſen. Er hört mit zitternder Freude den Bericht über die Thaten ſeines Sohnes, auf den er ſtolz iſt. Er kennt alle Einzelnheiten ſeiner Kleidung als Chef der Zua⸗ ven des Todes, das weiße Kreuz an ſeiner Uniform bildet ſein Glück.
In einem an ſeinen Vater geſchickten Briefe, datirt von Krakau, ſchreibt Francois Rochebrun unter Anderm:
„Ich gehe dieſen Abend ab, um mein Regiment im Lager des Ge⸗ neral Langiewicz zu erreichen.— Ich befinde mich ziemlich wohl und leide nur ein wenig an den Füßen, welche durch den Froſt etwas an⸗ gegriffen ſind; ich habe das Unglück gehabt, unter mein Pferd zu fallen, als das arme Thier bei Mickow von einer Kugel getroffen wurde.“ Einen andern Brief, im Lager auf ruſſiſchem Boden geſchrieben, en⸗
digt er: „Was mich betrifft, ſo bin ich entſchloſſen, der heiligen Sache Polens meinen Degen und mein Leben zu weihen.“
Dieſe beiden Briefe ſind unterzeichnet:
„Dein Sohn, Oberſt der Zuaven des Todes, Rochebrun.“
Francois Rochebrun iſt ein Kind aus dem Volke, ein Kind Vienne's. Mögen die Sympathieen ſeiner Landsleute ihn begleiten und beſchützen!
Als er ſpäter nach Vienne reiſte, war dies ein Feſt; das Localblatt brachte einen Bericht über ſeine Reiſe, als ob er ein legitimer Würdenträ⸗ ger wäre. So finden große Ideen immer ihre Würdigung in Fankreich:
„Der General⸗Major Rochebrun(Francois Rochebrun, unſer Mit⸗ bürger), iſt am Sonnabend in Vienne angekommen.
Rochebrun trägt die polniſche Generals⸗Uniform, zu welchem Grade er allmälig geſtiegen iſt.
Der berühmte Vertheidiger der gerechten Sache Polens wurde mit aller Zärtlichkeit von ſeinen alten Eltern empfangen; von ſeiner Mut⸗ ter, welche weinend ihren Sohn umarmte; von ſeinem alten, blinden Vater, welcher täglich, mit Thränen in den Augen, die Berichte über die Thaten ſeines Sohnes hörte.
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