Teil eines Werkes 
3. Theil (1864)
Entstehung
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27. Ein Unglückstag.

Am anderen Morgen wurde Adrian zu dem Fürſten Waſa geführt, der ihn freundlich aufnahm und ſeiner Gattin vorſtellte.

Ihr Bruder Roger iſt mein Freund, ſagte Conrad,und ſchon des⸗ wegen ſind Sie mir willkommen.

Mein Bruder denkt Ihrer mit Liebe und Hochachtung! verſetzte Adrian.

Sie waren in Paris, Sie kannten meine Schwägerin Eleonore Batory?

Ich kannte ſie.

Was wiſſen Sie von ihr?

Daß ſie ſchön und liebenswürdig iſt.

Sonſt nichts?

Iſt das nicht Alles, was man von einer Dame ſagen kann?

Waren Sie bei Ihrem Vater?

Ich empfing die Nachricht von ſeinem Tode durch den Juden Abraham.

Ah der! wie fanden Sie den wackern Mann?

Ich fand ihn in Heiterkeit und verließ ihn in Beängſtigung.

Um Gotteswillen, was iſt mit Abraham?

Adrian berichtete, was ihm Jacob geſagt und ſah mit Erſtaunen, daß Waſa wie in großer Unruhe im Zimmer auf und ab ging und mit finſte⸗ rer Miene den Schnurrbart biß.

Julia, die bis dahin ſchweigend am Fenſter geſeſſen, ſtand jetzt auf, und ihre Hände auf die gekreuzten Arme des Gatten legend, ſagte ſie ſanft:

Du mußt Jemand nach Warſchau ſenden, damit nicht größeres Un⸗ glück geſchehe. 3

Aber wen? wer iſt zuverläſſig genug?

Wähle Sigismund Krotowski; der iſt bewährt und klug.

Du haſt recht, laß ihn kommen.

Der weibliche Adjutant eilte hinaus und Conrad Waſa warf ſich in einen Stuhl und ſtrich gedankenvoll mit der Hand über die Stirn.

Was war in dem Reiſeſack, den man confiscirte? fragte er nach einer langen Pauſe.

Wenig Wäſche, einige Kleidungsſtücke, jene verrätheriſchen Viſiten⸗ karten. 3

Keine Briefe?

Doch, ein Brief an Hedwig Tarnow.

Von wem?