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Zwanzigſtes Kapitel.
Neues Leben auf den Gräbern.
Seit dem Tode des Nationalraths ſind zwei Tage verfloſſen. Es war Mittag um ein Uhr, und der Landammann eben im Begriff, nach ſchweizeriſcher Sitte ſeinen Trauermantel umzubinden, einen Doppel⸗ kragen von ſchwarzem Zeug, um ſich als Hauptleid⸗ tragender für ſeinen verſtorbenen Schwager in das Trauerhaus zu begeben.
Das ernſte, faſt gedrückte Ausſehen des Landam⸗ manns bewies, daß ihm der Tod ſeines Verwandten ſehr nahe ging. Auch hatte er die läſtige Volksbank⸗ angelegenheit zu ordnen gehabt, um ſeiner Schweſter die Falkenburg als ruhigen Wittwenſitz zu ſichern, und die Erfahrungen, die er dabei gemacht, hatten ihn zu⸗ weilen tief erſchüttert. Wenggy hatte alles, was er


