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ausrufen: Hoch die Reviſion! Hoch die Volks⸗ rechte!“
Die Stimme Wenggys war zu einer Stärke an⸗ geſchwollen wie in ſeinen beſten Tagen. Schon längſt hatte die Verſammlung mit athemloſer Spannung ge⸗ lauſcht, und als er jetzt inne hielt, brach es wie ein Sturm rings umher los:„Hoch Wenggy! Wenggy für immer!“
Ueber das Geſicht des Nationalraths ſtrahlte ein ſeliges Lächeln. Es liegt ein eigenthümlicher Reiz in der Macht über die Gemüther des Volkes. Trium⸗ phirend ſchaute er nach den Regierungsräthen. Un⸗ ſicher am Geländer der Treppe taſtend, trat er dann von der Bühne, wo ſich die Mitglieder des Tellver⸗ eines, an ihrer Spitze der Polizeikommiſſär, drängten, ihm beglückwünſchend die Hand zu drücken...
Ein Lächeln ingrimmiger Freude ſchimmerte über das Geſicht des Poſtdirektors, als er auf die Redner⸗ bühne ſtieg. Er hielt einen offenen Brief in der Hand, den er, auf der Tribüne angelangt, hoch in die Luft hielt.
„Eidgenoſſen! Kantonsbürger!“ rief er mit ſeiner ſchneidenden Stimme.„Euer Jubel beweiſt mir, daß Ihr entſchieden habt. Aber, um Euch zu zeigen, welche Mittel von der Reaktion angewendet worden ſind, um


