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„Hedwig, Du denkſt blos an ihn— Du liebſt mich nicht!“
„O gewiß, gewiß!“ rief Hedwig und ſchlang ihre Arme um Hermanns Hals und barg ihr Geſicht an ſeiner Bruſt—„mehr als mein Leben. Aber ſieh, ich kann nicht meinen Schwager, der mit dieſem Gram im Herzen nicht lang leben kann, die letzten Tage noch
mehr verbittern. Er iſt ſo gut und opfert ſich für die ganze Welt, warum ſoll man ihm nicht einmal ein Opfer bringen?“
„Iſt der Nationalrath krank?“
Hedwig fuhr mit der Hand ans Herz.
„Da drinnen iſt er todtkrank. Ich ſehe es an 5 ſeinen Augen, ich hör's an ſeiner Stimme.“ 3
„Und wenn er Dir auf dem Todtbette noch ver⸗ bietet, mir anzugehören...“.
„Das thut er nicht, da ſchadet es nichts mehr ſeinem Rufe, und er iſt gu.
„Leb wol, Hedwig!“
„Biſt Du mir böſe?“
„Wie kann ich!“ ſagte der Profeſſor weich, und küßte ſie auf die Stirne.
„Nun?“ fragte der Landammann, als die beiden Männer Seite an Seite zur Stadt hinabſchritten.
„Hedwig hält in Folge der letzten erſchütternden
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