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Die Volksbeglücker : eine Erzählung : ein Band / von Max von Schlägel
Entstehung
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Es iſt ein Wahnfinn, auch noch ihr junges war⸗ mes Herz an den hohlen Einbildungen dahinſiechen zu laſſen, an denen bereits ſo viel zu Grunde gegangen iſt.

Es iſt wahr, das iſt traurig! ſagte Frau Bertha ſchwermüthig ſinnend.Und doch iſt es mir, als kommen die Gedanken Hedwigs aus guter Quelle als ſei das, was ſie fühlt, ſchön und groß, als verſtände ſie meinen Mann von Grund der Seele aus, während ich ihn nur lieb hab'. Und dann kann ich es ihr nicht übel nehmen, wenn ſie auf ihr eigenes Glück verzichtet, um Wenggy nicht zu betrüben!

Der Profeſſor hatte nachdenklich dem Geſpräch der Geſchwiſter gelauſcht. Der Platz, wo Hedwig gewöhn⸗ lich ſaß und auf den See hinabſchaute, war an der Stelle, wo er ſtand, ſeinem Auge durch Gebüſch ver⸗ borgen. Doch glaubte er hie und da, wenn der Wind ſtrich, einzelne Töne eines leiſen Geſangs zu vernehmen. Er ließ den Landammann und ſeine Schweſter allein und wandte ſich nach der wohlbekannten Stelle.

Immer deutlicher wurden die Töne des Liedes. Es war die ſchwermüthige Melodie, die er ſchon ein⸗ mal gehört. Wie damals, ſaß Hedwig auf den Stufen der Treppe, hatte die Köpfe der neben ihr knieenden Nichten an der Bruſt und ſang: