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„Sich an ihre Stelle zu zu ſetzen!“ ergänzte der Profeſſor unwillkürlich.
Der Nationalrath ſchien etwas verletzt. Der Schatten oben geſtikulirte immer weitcr.
„Ich hätte nicht geglaubt, daß unſere Anſichten ſo weit auseinandergehen“, ſagte Wenggy haſtig und er⸗ regt,„ich wünſche nur, daß wir deſſenungeachtet Freunde bleiben. Doch treten Sie ein, wäre es auch blos, um ſich in unſerem politiſchen Leben etwas zu orientiren.“
Sie ſtiegen die ächzende Treppe empor und öffneten eine Thüre, aus welcher ihnen dicker Tabaksqualm betäubend entgegendrang. Sie traten ein, der National⸗ rath ſo ſtürmiſch begrüßt von ſeinen Freunden, daß der Redner, ein hünenhafter Greis mit weißem Bart und Haar, ſeinen Vortrag unterbrechen mußte.
„Wenggy! Wenggy! Da hinauf! Auf den Präſi⸗ dentenſtuhl! Es lebe Wenggy!“
Der Nationalrath lehnte dieſe Ehre mit der Ent⸗ ſchuldigung ab, daß er einen Freund, einen deutſchen Flüchtling, mitgebracht habe, nnd daß er daher aus
Hoöflichkeit heute auf die Leitung der Verſammlung ver⸗
zichten müſſe.
Dem geraden offenen Gemüth des Profeſſors widerſtrebte es etwas, ſich hier als deutſchen Flücht⸗ ling vorſtellen zu laſſen, ein Name, mit dem man


