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Die Volksbeglücker : eine Erzählung : ein Band / von Max von Schlägel
Entstehung
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„Und ſind Sie auch ſo ſehr gegen die öffentliche Thätigkeit des Herrn Nationalraths eingenommen, wie Ihre Frau Schweſter?“

Die Frage war etwas indiscret und wie gewöhnlich derartige Geſprächsanfänge ſtark vom Zaune gebrochen. Die„Schwägerin“ ſah auch überraſcht auf, aber der Profeſſor fühlte ſofort, daß dieſe Ueberraſchung nicht etwa einer geſellſchaftlichen Ungehörigkeit ſeinerſeits galt, ſondern das ernſt⸗naive Staunen eines einfachen Mädchens darüber war, überhaupt um ſeine Anſicht gefragt zu werden. Ihre Antwort klang auch zögernd und abgeriſſen und war ſo leiſe, daß der Profeſſor ſein Gehör aufs äußerſte anſtrengen mußte, um ſie in dem unverfälſchten Dialekte zu verſtehen, in dem ſie geſprochen wurde.

„Ich denke, ein jeder thut, was er muß, und es wird nicht viel daran geändert, ob's andere für gut finden oder nicht. Der eine, der dazu geboren iſt, ſich für die andern aufzuopfern, wird nie von denen verſtanden werden, die blos gut leben wollen, und der andere wird's nie begreifen, wie man blos für ſich ſelber leben kann.“

Jetzt war die Reihe an dem Profeſſor, überraſcht dazuſitzen. Die Stimme Hedwigs war feſter und lauter geworden, und noch immer glaubte er die letzten Worte