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mer unſeres uralten Wappenſchildes tanze. Aber ich bin zu alt für die neue Zeit und die Haare Deiner Mutter ſind mit ihren Vorurtheilen grau geworden, René.“
Die Greiſin ſchwieg und blickte finſter empor zu dem lebensgroßen Bilde des Maire von Paris, welcher mit einer Hand auf das Wappen der Mondélions ſich ſtützte und mit der andern eine Urkunde auf dem Tiſch feſthielt, von welcher das rieſige Siegel der Stadt Paris, Schiff und Lilien, in ſeiner Kapſel herunterhing.
„Sie ſind bitter, Mutter! Wie oft haben ſich die edelſten Geſchlechter neue Tugenden und neue Kraft geholt aus der Mitte des Volks.“
„Aber nicht aus der Mitte der Jakobiner, deren Hand noch roth iſt vom Blute unſerer Väter. Geh zu Deinem Liebchen, René, und feiere die Morgenröthe einer neuen Zeit, ich werde indeſſen in unſer Wappen⸗ ſchild den ſchwarzen Balken einfügen laſſen.“
Mit raſchen Schritten ging die Matrone aus dem Zimmer.
René blieb düſter ſtehen. Nach einer Weile hob er das Geſicht, trotzig und traurig zugleich.
„Ich hätte meinem Rang jedes Opfer gebracht, weiß Gott, jedes, und wenn es nöthig wäre, unſern
Stand vor der Gewalt zu vertheidigen, ich würde mich 2*


