Neuntes Kapitel.
Das Stelldichein im Vois.
Es war morgens ſechs Uhr. Alfred d'Entretouz nahm, zum Ausgehen gerüſtet, in dem niedlichen Boudoir Léonie Lebrun's ſeinen Kaffee. Léonie ſaß ſinnend neben ihm in jener ſchweigenden Beſchaulichkeit, welche
heute nicht, wie in der Regel, durch jene haſtigen
Fragen oder Einfälle unterbrochen wurde, die in ihrer geiſtreichen Originalität einen der Hauptreize der ſchö⸗
nen Sünderin ausmachten. Manchmal ſchlüpfte ihr
herrlicher Arm hervor aus der Wolke von weißen Spitzen, die ihr Morgengewand bildeten, um Alfred aus einem Kännchen von chineſiſchem Porzellan einzu⸗ gießen, dann ſchaute ſie wieder vor ſich hin.
„Alfred“, begann ſie endlich, als ſei ſie beim Re⸗ ſultat ihres Nachdenkens angelangt;„ich möchte mit Dir fahren.“
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