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Beetteln kann ich auch jetzt noch nicht. Ich hab's geſtern verſucht und hatte ſchon die Mütze ausgeſtreckt, aber wie
mich der noble Herr ſo von oben herab anſah und gelang⸗
weilt in die Taſche griff, da zog's mir die Hand zurück und meine Fauſt ballte ſich und ich hätte ihm den Schädel einſchlagen, aber nichts von ihm nehmen können.“
„Gräßlich!“ murmelte Jeanneton.
Reymond hatte das nicht gehört. Er ging eine Weile ſtumm neben Jeanneton her.
„Höre“, ſagte er nach einer Weile,„Du haſt gewiß etwas gerettet von Deiner Herrlichkeit, ich meine, vielleicht iſt in den Taſchen Deines Kleides ſo ein ver⸗ geſſener Louisdor mitgewandert.“
„Reymond!“
„Sei nicht tragiſch, Jeanneton! Nimm das Le⸗ ben, wie es iſt. Ich habe ſechsunddreißig Stunden nichts gegeſſen— wenn man ſo lange hungert, weiß man, daß Alles, was man da von Ehre und Stolz ſpricht, baarer Unſinn iſt. Ich glaubte, meine lieben Kaiſermörder, denen ich mich angeſchloſſen, würden das Plündern ſchon in einigen Tagen anfangen, aber das ſind langweilige Tröpfe und haben ſich heute von ei⸗ nem noch langweiligern Kerl beſchwatzen laſſen, zuerſt alle Vorurtheile in der Welt auszujäten, bevor ſie
losſchlagen. Das iſt alſo auch nichts“


