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„Sonderbar! Während dieſe corſiſchen Diebe uns in Cayenne und Lambeſſa umkommen laſſen ohne jedes Urtheil, während Tauſende in den Zellen von Mazas und St.⸗Pélagie vergeblich ihren Proceß erwartend ſtarben, während man am zweiten December durch betrunkene Soldaten unſere Väter, Mütter und Schweſtern niederſchießen ließ, haben wir eine zarte Scheu vor dem Meuchelmord. Ich ſage Euch, wir würden die Beſtien, die uns plündern und nach Gutdünken ſchinden und ermorden, ebenſo freudig über den Haufen ſchießen wie irgend ein anderes Raubthier, wenn wir nicht zu feig dazu wären. Ja, wir ſind feig, Jean Jaccard, ſonſt hätten wir uns jenes blutigen Charlatans längſt entledigt.“
Jean Jaccard nickte mit dem Kopfe.
„Ihr habt Recht, Jules Bandeau—“
„Wenn ich Recht habe, warum ſtimmtet auch Ihr für jenen Beſchluß? Man ſagte mir, Eure Stimme gelte viel in der Section des lateiniſchen Viertels.“
Jean Jaccard lächelte mit einem ſeltſamen Lächeln.
„Ich war glücklich, Jules Bandeau, und darum hatte ich ein Recht, feig zu ſein.“
„Und Ihr ſeid es nicht mehr?“


