Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Léonie Lebrun ihrem Ruf nach kannte und verab⸗ ſcheute.

Léonie bemerkte die Näherkommenden nicht. Sie hatte mit Nini Berton eine Unterhaltung angeknüpft, wie man etwa mit einem Kinde ſpricht.

Léonie Lebrun ſaß vorgebeugt und lauſchte mit

lachendem Geſicht den Antworten des jungen Mädchens.

Und wenn nun Jean aus dem Colleg oder den Spitälern nach Hauſe kommt, was thun Sie dann?

Dann eſſen wir.

Und dann?

Gehen wir auf den Boulevard ſpazieren, wo die vielen Menſchen ſind, und ſchauen in die prächtigen Läden.

Da haben Sie dann wohl viele Wünſche?

Ach ja, aber

Aber?

Wir ſind nicht reich, ſagte Nini traurig.

Armes Kind! Reichthum macht nicht glücklich.

Nicht? O ich dächte doch, man müßte ſehr glück⸗ lich ſein, wenn man alle Tage ein anderes ſchönes Kleid anziehen und in einer Kutſche fahren und immer in maison dorée eſſen kann.

Nicht immer, mein thörichtes Mädchen; übrigens biſt Du ja ſehr hübſch gekleidet.