Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Jetzt hob der Schecke Mondélion's die Vorde beine

in die Luft. Louiſon erbleichte, aber ſogleich ſchoß wieder flammend Roth in ihre Wangen. Gleich einer Gemſe mit zuſammengerückten Beinen ſtand der Li⸗ mouſiner auf dem Würfel, aufrecht uud ruhig ſaß ſein Reiter. Jetzt ſah man, wie der Baron die Zügel hob, ein Sporenſtoß— und wie ein weißer Blitz fuhr der Schecke weit hinaus in die Luft und fiel mit gleichen Füßen auf die Erde nieder. Dann eilte er in gewal⸗ tigen Sätzen dem Fuchs des Engländers nach unter dem Beifallsgeſchrei der Menge.

Nur noch wenige der Renner kamen über das Hinderniß. Die meiſten Pferde refüſirten. Eins warf im Unmuth ſeinen Reiter ab und jagte in toller Flucht rückwärts, während ſein Reiter, die Hände auf die Hüfte preſſend, ſich ſeitwärts ſchleppte.

Man führte den eingefangenen Rappen des Her⸗ zogs aus der Bahn. Galonirte Diener trugen ſeinen ohnmächtigen Reiter. Der Rappe ſchritt traurig da⸗ hin, als fühle er, daß es mit ſeinem Ruhm vorüber ſei für immer.

Die Reiter kamen jetzt ſchneller zurück als das vorige Mal. Der Limouſiner nahm die Mauer, die ihm im Wege ſtand, ohne Widerſtreben, der Fuchs ſtutzte, und das verſchaffte dem Schecken einen kurzen