Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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5 war. Die Hand, welche bei dieſer Beſchäftigung ſicht⸗ bar wurde, war zierlich und ſchmal und von faſt durchſichtiger Weiße. Nini Berton's Geſicht mit der zarten weißen und rothen Farbe, mit dem kecken Stumpf⸗ näschen und den blaßblauen Augen mußte in Paris auffallen. Man ſuchte auf dieſem reizenden Rococo⸗ geſichtchen unwillkürlich die Schminkpfläſterchen und auf dem hellblonden Haar den Puderſtaub des vori⸗ gen Jahrhunderts. Ihre Wangen jedoch zeigten jetzt

nur die geſteigerte Röthe des Unmuths und das kokette

Köpfchen war bedeckt von dem ärmlichen, mühſam zu⸗ ſammengeſtoppelten Putz der Griſette.

Jean Jaccard, der an ihrer Seite ging, war Stu⸗ dent, das bewies der Schnitt des engen Rocks und der 1 der, die er trug, und die Form der ſchwarzen Sammtmütze, welche ſein gelocktes ſchwarzes Haar bedeckte. Seine Geſtalt war mittelgroß, beweg⸗ lich und kräftig und ſein Geſicht hatte jenen energi⸗ ſchen und zugleich weichen Ausdruck, jene lebhafte bräunliche Färbung, wie ſie manche franzöſiſche Ge⸗ ſichter ſo ſehr anſprechend machen. Bei den Worten Nini's hatten ſich die dunklen Augen Jean Jaccard's weit und ſchmerzlich geöffnet, über ſein Geſicht zuckte es ein paarmal, ſeine Bruſt hob und ſenkte ſich und mit den Zähnen faßte er den dünnen ſchwarzen Schnurr⸗