216
Athemzüge quoll.
Bereits war Mondeélion zur Erde geſprungen und kniete neben dem Freunde, ihm das Blut vom Munde wiſchend. Mit weit vorgeſtrecktem Halſe, ängſtlich ſchnau⸗ bend und die Zügel auf der Erde ſchleppend, betrach⸗ tete der Schecke den verwundeten Gefährten.
Graf Entretout ſchlug die Augen auf und ver⸗ ſuchte zu ſprechen. Mondélion näherte ſein Ohr dem Munde des Verwundeten.
„Der Tod iſt nicht— ſo häßlich— als ich glaubte“, ſtöhnte Entretout.„Es geht leichter— es iſt auch ſo gut— die Zeit, die kommt, wird abſcheulich ſein. Grüßen Sie Léonie. Sagen Sie, daß ich nicht ſter⸗ ben wollte, aber als der Tod kam, ſtarb ich— weniger häßlich als viele Andere. Adieu!“
Eine Art Schluchzen drang aus der Kehle des Verwundeten, ein Blutſtrom quoll aus ſeinem Munde und floß über ſeine Wangen herab.
Da hörte Mondeélion hinter ſich den Huff ſchlag eines raſend einher galoppirenden Pferdes. Er wendete ſich um und ſah auf einer rieſigen Mähre die dicke Geſtalt des Profeſſors Herbiot, welcher ſich ängſtlich am Sattel feſthielt und eine große Genfer Flagge wie die Lanze eines Ulans an ſeiner Seite befeſtigt hatte.
blutiger Schaum aus ſeinem Munde


