die alte Baronin am Arm des Studenten faſt keinen Eindruck mehr auf ihn machte.
Einer der Wagen nach dem andern fuhr vor, zuletzt der Miethwagen. Jean Jaccard hatte jedoch ſchon mit der Baronin in der zweiten der vorfahren⸗ den Carroſſen Platz genommen.
Verwundert ſah ſich der Kutſcher der Compagnie impériale um. Vingris wies gebieteriſch auf die Pforte. Der Kutſcher grinſte und blieb mit unerſchütterlichem Gleichmuth auf ſeinem Bock ſitzen.
„Auf was warteſt Du?“ radebrechte Vingris, der die Gelegenheit für gekommen hielt, ſeinem durch die Bemerkung des Kammerdieners etwas erſchütterten An⸗ ſehen vor der übrigen Dienerſchaft wieder aufzuhelfen. „Auf den jungen Menſchen, den ich hergebracht.“
So wenig Vingris den Studenten liebte, ſo fühlte er ſich dennoch durch die deſpectirliche Art, mit der dieſer Plebejer von dem Schwager ſeines Herrn ſprach, tief beleidigt.
„Der junge Herr“, ſagte er deshalb mit nachdrück⸗ licher Betonung,„iſt bereits mit der gnädigen Frau Baronin gefahren. Er iſt daher überflüſſig.“
Dem Pariſer Droſchkenkutſcher kam nichts gelegener, als den hochmüthigen Portier in der Treſſenuniform
zu ärgern. Nebenbei war das Warten von jeher bei den v. Schlägel, Nach uns die Sündflut IV. 12


