Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Schadenfreude in ſich hineinlachend.Und ich thu's auch, g'wiß thu' ich's! Wart' nur erſt die Jagd ab, dann wirſt das Weitere hören! 3

Angelo ritt indeß heimwärts, was ſein Pferd laufen konnte, das Briefbündel feſt umſchloſſen haltend. Manchmal erſchütterte ſeinen Körper ein heiſeres trium⸗ phirendes Lachen.

Vor ſeiner Wohnung ſprang er von ſeinem trie⸗ fenden Braunen, warf die Zügel dem Stallknechte zu und ſtürzte auf ſein Zimmer. Dort riß er die Schnüre auseinander, von denen das Bündel zuſammengehalten wurde ein dumpfer Schrei der Wuth entrang ſich halberſtickt ſeiner Kehle, mit Fieberhaſt durchſtöberte er den Inhalt des Paquets die Titel zerknitterter Lokalblätter ſtorrten ihm höhniſch entgegen.

Mit einem verzweifelten Stöhnen drückte Angelo das Tuch der Mutter an die glühende Stirn.

Doch nur einen Augenblick gab er ſich dieſem Anfall von gänzlicher Hoffnungsloſigkeit hin, dann leuchtete es wieder über ſein Geſicht wie damals, als Thomas ihm ſeine finſteren Pläne mitgetheilt. Wenn es nur noch einen Erben gab, dann handelte es ſich nicht mehr darum, welcher der beſſere ſei. Er wollte Thomas gewähren laſſen.

Ende des erſten Bandes.