Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Beſänftigend ſchlang Reſ'l ihren Arm um ſeinen Nacken.

Schau', Thomas, was liegt denn noch an der alten G'ſchicht! Mit mir is er auch grad' net fein gweſen, wie ich ihm was von dene Brief g'ſagt hab', aber er is doch kein ſo ſchlechter Räuber wie der

Angelo, und das Geld, das er uns gebn muß, kriegt

er gern von ſeinem Vater.

Mürriſch ſah der Thomas vor ſich nieder:

Er hat mich aber g'ſchlag'n.

Und der Andre hat Dir Dein Mad'l abſpenſtig machen woll'n, ſagte die Reſ'l eindringlich;was is ärger? Wenn er uns ein ſchönes Stück Geld gibt, daß wir in Amerika ein Anweſen kaufen könnten, da kannſt zufrieden ſein. Wenn ich nur wüßt, wie man an ihn kommt, es iſt gar ein hochmüthig's, trotzig's Bürſch'l.

Nachdenklich wiegte ſie das Haupt; ihre Gründe ſchienen nicht ohne Eindruck auf den Jäger zu bleiben, allein er ſchwankte noch. Plötzlich ſchnellte er den Kopf zurück und meinte mit einem eigenthümlichen Lächeln:

Zum Stillhalten und Zuhören wollt' ich ihn ſchon bringen, wenn's weiter nix is.

Du? fragte die Reſ'l ungläubig.

Ja, ich! antwortete der Thomas, mit düſterer

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