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nes Vaters zu ſich befohlen und ihm ſeine Freude aus⸗ gedrückt, durch Angelo's Verlobung zwei ſo alte und dem Thron ſo naheſtehende Familien verbunden zu ſehen.
Und als Baron Tondern die Gelegenheit für günſtig hielt, um mit ſorgenvoller Stirn des Streites
mit ſeinem Vater zu erwähnen, hatte der König ihm
geſagt, er werde nicht dulden, daß die Güter und die Stellung einer ſo alten Familie wie die Tondern durch wen immer geſchmälert würden. Jener Streit ſei ent⸗ ſchieden für ewige Zeiten.
Das war's, was plötzlich wie neue Jugend das Blut durch Angelo's Adern jagte, was ihn die Be⸗ friedigung, Erneſtine zu beſitzen, doppelt fühlen ließ, und ihn in Carrière wie einen ausgelaſſenen Fähnrich durch die Alleen des Parkes trieb. 3
Er hatte geſiegt!
Nun dachte er an ſein Geſpräch mit dem Leib⸗ jäger. Es lag ihm eigentlich nichts mehr daran, daß Hans ein Unglück zuſtieß. Das konnte unter Umſtän⸗ den ſehr mißlich werden; jedenfalls war es ein ge⸗ wagter Einſatz, der ihn ruiniren konnte, ohne jeglichen möglichen Gewinn.
Angelo von Tondern haßte ſeinen natürlichen
Bruder nur, ſo lange derſelbe ihm entgegenſtand. Die.


