Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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elegiſche Weichheit auf des Königs Antlitz um einen Ton härter und mit an Mißtrauen grenzender Schärfe ſah er zu dem Major nieder.

„Sie haben Recht! Die beiden Angelegenheiten gehören naturgemäß zuſammen. Der Proceß Tondern iſt dadurch in eine neue Phaſe getreten. Es handelt ſich jetzt nicht mehr allein um die Rechte des jungen Tondern, ſondern auch um die ſeiner Gattin, ſeiner künftigen Familie. Die Tegernheim ſind nicht reich. Ich habe nicht das Recht, das Einkommen der jungen Leute durch Gnadenacte zu ſchmälern. Die junge Tegern⸗ heim iſt ein geiſt⸗ und gemüthvolles Mädchen— ihre Wahl iſt der beſte Empfehlungsbrief für Angelo von Tondern. Sie haben ſich getäuſcht, Major; der Mann, den die Comteſſe zum Gemahl erwählt, iſt kein ſchlechter Menſch. Schreiben Sie dem Baron Her⸗ mann von Tondern, daß wir es in ſeiner Angelegen⸗ heit bei Unſerer erſten Entſcheidung und dem Spruch der Richter bewenden laſſen müſſen. Alles Andere wäre gegen Unſer Gewiſſen. Schreiben Sie ſo ſchonend als möglich, Major. Es fällt Uns ſchwer, in dieſer Sache gegen Ihre Gefühle entſcheiden zu müſſen, die Wir ſo gern geſchont hätten.“

Eine leichte Handbewegung in der Richtung der Verlobungsanzeige, welche der Major in der Hand hielt,