Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Er nahm das Blatt mit den wenigen ceremoniellen Zeilen, und ſein Auge ruhte noch darauf, nachdem er ſie längſt geleſen haben mußte.

Erſt nach längerer Pauſe erhob der junge Fürſt wieder das Haupt und gab das Schreiben zurück. Der Ausdruck ſeiner Züge war ein ganz anderer als vor⸗ hin, faſt wehmüthig freundlich.

„Senden Sie dem Grafen Tegernheim Unſere beſten Glückwünſche für das junge Paar, auf das Wir Unſer ganzes Wohlwollen ausdehnen. Wir wünſchen von Herzen, daß die Verlobten Uns ſo treu und auf⸗ richtig ergeben ſein möchten, wie ihr Vater es ſtets geweſen. Verſichern Sie das Brautpaar Unſerer Aller⸗ höchſten Affection!“

Der König ſchwieg; das war unverkennbar das Zeichen zum Abſchied.

Aber der Major blieb. Und wenn es ihn die Gnade ſeines allerhöchſten Herrn koſtete, den er auf⸗ richtig verehrte, er konnte nicht gehen, ohne Ge⸗ wißheit über das Schickſal ſeines Wohlthäters zu haben.

„Eure Majeſtät wollten auch in der Angelegenheit des Barons von Tondern allergnädigſte Verfügung treffen—“

Ein Schatten wie leiſer Aerger machte die faſt