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„Sie ſagten doch eben, ich ſei der Bereiter Johann Helmberg!“
„Das wohl; der ſind Sie auch, aber Sie wollen höher hinaus!“
Die Stimme des Stallmeiſters klang faſt weiner⸗ lich gutmüthig; der klare prüfende Blick ſeines jungen Untergebenen lag voll auf ihm.
„Ich will dereinſt Stallmeiſter werden, wie Sie, und mir das Vertrauen Seiner Majeſtät erwerben, weiter will ich nichts.“ Ein tiefer Seufzer ziſchte halbzer⸗ malmt zwiſchen den kleinen blauweißen Zähnen des Bereiters Johann Helmberg hervor, als habe ihn dieſe Aeußerung einen hohen Entſchluß gekoſtet.
Der Stallmeiſter ſtreckte die Hand aus und warf ſich protectormäßig in die Bruſt.
„Das iſt ſchön von Ihnen, Helmberg, daß Sie vernünftig ſind. Es wäre Ihnen eigentlich gar nicht zu verdenken, wenn Sie anders wären— eigenthüm⸗ liche Verhältniſe— Sie thun, wie geſagt, am beſten, wenn Sie ſich an Ihre Kameraden halten; zwar nur bürgerlich Blut oder die Söhne von Be⸗ amten, aber doch königliche Diener— laſſen Sie ſich nichts in den Kopf ſetzen, Helmberg! Noble Bekannt⸗ ſchaften ſind oft ein Unglück für einen jungen Mann!“
Der Bereiter Helmberg erinnerte ſich, wie aufge⸗
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