tigen Miſſion an einen norddeutſchen Hof betraut habe.
Zum zweiten Male meldete der Diener, daß ſer⸗ virt ſei; der Freiherr gab der Frau vom Hauſe den Arm, Herr von Bär führte die Freifrau von Tondern. Ulrich legte, für dieſe Vertraulichkeit mit freundlichem Blick Vergebung erbittend, ſeinen Arm in den Erne⸗ ſtinens. Verlegen kam Eva auf ihren Onkel zugetrip⸗ pelt, während ihr Hans trübſelig nachſah. Mit gut⸗ müthigem Spott ſah der Graf auf ſeine Nichte.
„Das iſt brav von Dir, Evchen, daß Du auch heute keine Ausnahme machen und mit Deinem alten Onkel zu Tiſche gehen willſt. Aber lieber iſt es Dir doch, wenn ich heute auf Deinen Arm verzichte, he? Es iſt übrigens nur ſchicklich gegen unſern Gaſt, wenn Du ſeinen Arm nimmſt“, fügte der Graf hinzu, als Eva glühend erröthete.
Selig, wie einſt im Kahn an ihrer Seite, führte Hans ſeine Feenkönigin zur Tafel.
Man trennte die jungen Paare nicht, aber man hatte Sorge dafür getragen, daß Herr von Bär und der alte Tondern neben einander ſaßen, und die Frei⸗ frau war von der Frau vom Hauſe mit einem Kuß gebeten worden, ihr noch mehr von ihrer Vergangen⸗ heit zu erzählen.
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